Unsere Pfarr- und Wallfahrtskirche

Katholische Pfarrgemeinde
Sankt Bernhard
in
Durmersheim/Baden

Peru-Gruppe, unsere Partnerschaften

 

Tonplastik eines peruanischen Künstlers zum Thema Partnerschaft

 

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Durch dieses Bild, übermittelt durch unsere Nachbargemeinde Neuburgweier, die schon längere Zeit eine Partnerschaft mit Palca in Peru hatte, begann alles.

Das Bild zeigt das Heiligtum 'Senor de Muruhuay' des Wallfahrtsortes Muruhuay in Peru und in der unteren Hälfte eine Ansicht der Wallfahrtskirche und des Dorfes.

Durch unseren damaligen Pfarrer Pater Günter Kupka und den Pfarrgemeinderat wurden einige wenige Leute gesucht, die sich des Projektes 'Peru' annahmen. Deshalb auch der Name 'Peru-Gruppe', der in der Zwischenzeit jedoch eigentlich nicht mehr korrekt ist, denn

die Perugruppe hat im Jahr 2001 ihr Arbeitsgebiet wesentlich erweitert.  

Ein Zitat aus dem damaligen Beschluß: Da die Not an vielen Orten der Welt riesengroß ist, haben wir uns entschlossen neben unserer Partnerschaft mit Muruhuay in Peru auch noch vier uns bekannte Schwestern und Priester zu unterstützen, die in Bolivien, in der Ukraine und in Afrika vielen Menschen Hoffnung und Lebensmut geben.
Indem wir versuchen die Lage der Leute dort zu verstehen, werden auch wir beschenkt. Ja, unsere Sorgen und Wünsche werden klein, wenn wir die Gelassenheit, die Freude und Dankbarkeit derer erfahren, die in großer Armut leben. Wir kommen uns arm vor, wenn wir sehen, wie sie glauben, wie sie Gott lieben und verehren. Unsichtbare Bande des Gebets verbinden uns.

PERU

Die erste Stelle unserer Aktivitäten für Gerechtigkeit und gegen Armut in der Welt nimmt Peru ein.
159 Partnerschaften verbinden zur Zeit unsere Erzdiözese mit dem Land Peru, unter dem Leitsatz:

"Compartir la esperanza da alegria de vivir"
"Hoffnung teilen, schenkt Freude am Leben".

Das heisst, Partnerschaft soll auch aus den Dimensionen Spiritualität, Kommunikation und Solidarität bestehen.
In Muruhuay, unserer Partnergemeinde, unterstützten wir Pater Marlon beim Aufbau seines religiösen Zentrums "Ven y Veras", ein Ort zum Meditieren, neben dem Heiligtum des "Senor de Muruhuay'". (Für Bilder hier klicken)
Sein Ziel war, junge Menschen aus dem ganzen Land im Glauben zu unterstützen und auf ein Leben im Geiste Christi vorzubereiten.
Pater Marlon hat dieses Projekt in Eigenarbeit mit den Jugendlichen begonnen. Leider wurde er, bedingt durch den Bischofswechsel, im November versetzt, sodass wir uns an den neuen Priester gewöhnen müssen.
Pater Roberto wurde am 22. 09.01 zum Priester geweiht. Er scheint aufgeschlossen für die Partnerschaft zu sein und steht aktiv in der Jugendarbeit.

In der Zwischenzeit war Frau Gött in Muruhuay zu einem Besuch und eine kleine Gruppe war von dort bei uns. Sie brachten uns dabei zwei handgewebte Wandteppiche mit, die unter Zuhilfenahme von Postkarten, die die Motive zeigen, erstellt wurden. Die Bilder hängen in unserer vielgenutzten Pfarrscheune.

      

BOLIVIEN

In Bolivien arbeiten 17 Schwestern vom Orden der "Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser".
Fünf kommen aus Deutschland, vier aus Bolivien und acht sind bolivianische Schwesteranwärterinnen (Novizinnen und Postulantinnen).
Sie unterhalten zwei Missionsstationen: in La paz und Rurrenabaque; nach Weihnachten wird die dritte in Ouro eröffnet.
Die Schwestern unterstützen die Arbeit der Priester, die oft nur ein Mal im Jahr die abgelegenen Siedlungen des Urwaldgebietes besuchen können.
Die zerstreut liegenden Orte sind manchmal nur mit dem Boot zu erreichen.
Sie bereiten die Leute auf die Sakramente vor, halten Wortgottesdienste, geben Erwachsenenbildung und versuchen, so gut es geht, die Armut zu lindern.
Ihre große Sorge: Der Staat lässt nur die Kinder die Schule besuchen, deren Eltern Schulgeld zahlen; doch ohne Schulabschluss kein Beruf und ohne Beruf kein Verdienst.

UKRAINE

In L'viv sind wir verbunden mit Schwester Hildegard und Schwester Margret, von den „Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser“.
Sie sind im Jahr 2000 Jahr in die Ukraine aufgebrochen und bauen mit 17 ukrainischen Novizinnen und Postulantinnen ein Kloster auf.
Sie berichten, wie die jungen Leute mit Freude in das Ordensleben hineinwachsen.
Die Renovierung des Hauses, das sie von Redemptoristen erhalten haben, die früher im Untergrund dort lebten, ist bald abgeschlossen.
Eine kleine Kapelle muss noch eingerichtet werden.
Der Name des Klosters soll sein: "Kloster vom Heiligsten Erlöser".
Die Zeit der Schwestern ist ausgefüllt mit der Ausbildung der Schwesteranwärterinnen, dem Einstudieren der schwierigen liturgischen Gesänge der Ostkirche und der Vertiefung des Sprachunterrichts.
Sie besuchen Kinder in einem Waisenhaus, halten Religionsunterricht, helfen in der Pfarrei mit und besuchen alte Menschen, die Hilfe brauchen.
"Die Not ist sehr groß, und das Leben ist nicht abgesichert, wie wir es im Westen gewohnt sind".
Weihnachtsbräuche aus der Ukraine:
Am 28. 11. beginnt ein 40-tägiges Fasten als Vorbereitung auf die Weihnachtszeit.
Am 19. 12. wird das Fest des hl. Nikolaus festlich gefeiert. Er bringt Geschenke.
Am 06. 01. ist Weihnachten, die Geburt Jesu, ein großes Fest, aber ohne Geschenke.

SÜDAFRIKA

Pater Bernhard Wiederkehr lebt als einziger "Weißer" unter den Zulus in einem Vorort von Durban in Südafrika.
Sein Pfarrhaus, das sind 4 Zimmerchen und eine Küche, bewohnt er mit einem Mitbruder und zwei Theologiestudenten.
Das Wohnzimmer ist gleichzeitig auch Büro: ein Haus der offenen Tür.
Zu seiner Pfarrei St. James gehören ungefähr 4000 Katholiken.
Sehr viel Zeit braucht Pater Wiederkehr für die Betreuung von Menschen in psychischer, physischer und materieller Not. Gründe sind oft Arbeitslosigkeit oder Tod des Geldverdieners. Viele Familien sind auch überfordert durch die Aufnahme elternloser Kinder aus der Verwandtschaft. Nur die Kinder, für die Schulgeld bezahlt wird, dürfen am Unterricht der Schule teilnehmen.
Ein wichtiger Punkt seiner Arbeit in der Pfarrei ist die Glaubensvertiefung und Erwachsenenbildung. Hierzu muss er Katechetinnen und Katecheten ausbilden. Sie werden dringend benötigt für den Religionsunterricht, der in den staatlichen Schulen nicht zugelassen ist; ebenso für die Tauf- und Kommunionvorbereitung, für Beerdigungen und den am Vorabend im Haus des Verstorbenen stattfindenden Gottesdienst.
Wöchentlich stehen Besuche bei Kranken und Sterbenden (Aids) in der Klinik an, wie auch in den sogenannten "hostels", in denen ungefähr 30 000 Männer leben, die vom Landesinnern zum Geldverdienen in die Stadt gezogen sind.

Wörtlich aus einem Brief:

"Dank Eurer großherzigen Hilfe konnte vielen Menschen geholfen werden. Ich bin ja nur "Kanal", der weiterleitet, und Verteiler. Das kostet allerdings viel Zeit und Nerven, soll es doch mit einer guten Portion Liebe, Wohlwollen und Mitleiden geschehen und den Empfänger nicht erniedrigen oder ganz abhängig machen. Hilfe zur Selbsthilfe, was bei der hiesigen Arbeitslosigkeit sehr schwer ist. Betet für uns und ich will es für Euch tun.""

UGANDA

Jedes Jahr verbringt Monsignor John Kabyanga seine Ferien mit Urlaubsvertretungen in deutschen Pfarreien, um dadurch das Leben seiner Landsleute zu erleichtern.
Uganda ist landschaftlich ein sehr schönes Land, mit der Schweiz zu vergleichen; doch die Infrastruktur des Landes liegt total am Boden. Weder das Straßennetz noch die Stromversorgung ist ausgebaut. Kenntnisse über nutzbringenden Ackerbau und Viehzucht fehlen. Am Herzen liegen ihm die vielen Kinder, die durch Aids der Eltern zu Waisen geworden sind. Sie werden zwar meist von Verwandten aufgenommen, die jedoch dadurch in noch größere Armut geraten.
Monsignor John ist dabei, ein Waisenhaus zu bauen. Sein Wunsch wäre es, Entwicklungshelfer zu finden, die seine jungen Leute in seinem Land im Agrar-  und Ingenieurwesen ausbilden könnten.
 

Gerne leiten wir auch Ihre Spende an die genannten Personen weiter.

Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung, die sich aus privaten Spenden, den Kollekten der Dienstaggottesdienste sowie den Einnahmen vom Fastenessen (Für Bilder hier klicken) und dem Christkindelsmarkt zusammensetzt.

Es konnte hiermit schon vielen Menschen Hilfe zuteil werden.

Unsere Kontaktadressen, falls wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie gerne bei uns mitmachen möchten:
 
Frau Roswitha Gött, Tel.(07245) 3812 und Frau Josefa Zink, Tel. (07245) 3794

Lesen Sie auch, was Andere über unsere Arbeit schreiben, hierzu können Sie die untenstehende Adresse anklicken.

http://www.kath.de/bistum/freiburg/welt/aktuell/wagnis.htm eine Beschreibung unserer Partnerschaft mit Muruhuay